..: Die Geschichte des Musikvereins


HISTORISCHE DATEN

Peter Fihn - Ehrendirigent des Musikvereins

» Hommage an unseren Ehrendirigenten Peter Fihn

Peter Fihn hat über 30 Jahre lang den Musikverein geleitet und damit auch geprägt. Diese Hommage soll seinen Werdegang und musikalisches Wirken während diesen langen Jahren würdigen!


Ehemalige Amtsträger seit der Gründung

» Vorstände
» Dirigenten
» Kassier

Diese Männer leiteten und prägten den Verein.

Zahlen, Daten und Fakten aus der Chronik seit 1954, die bisher wohl noch keiner gezählt hat

Musikernadel der Stadt Reutlingen:

Seit diese Ehrennadel verliehen wird, war nahezu immer ein Aktiver des MVM dabei. Schauen Sie auf die Revers der Uniform und zählen Sie selbst. Wir sind stolz darauf, so viele Ehrennadelträger in unseren Reihen zu haben.

Seit 1954 spielte der MVM... - Stand 2010

auf 21 Musikerhochzeiten
2x bei einer Goldenen Hochzeit (50 J.)
1x bei einer Eisernen Hochzeit (65 J.)
64 "Sonderständchen"
bei über 900 Auftritten und Einsätzen
bei 76 "Musikfesten"
bei 53 MVM – Jahresfeiern
bei 13 Kreismusikfesten
bei 9 Bezirksmusikfesten
bei 1 Bundesmusikfest (1954)
bei 1 Landesmusikfest (2010)

Maispielen/Mai-Tour:

1954 wird die erste Mai-Tour dokumentiert. Seit 1961 ist der MVM jedes Jahr am 1.Mai ab 7.00 Uhr auf Tour durch Mittelstadt. Seit 1969 auf dem Traktor (mit einigen witterungsbedingten Unterbrechungen).

Wertungsspiele, an welchen der MVM teilgenommen hat:

1954 beim Bundesmusikfest in Aalen
1957 Marsch-Musik-Wettbewerb in Neuhausen/Erms
1958 beim Kreismusikfest in Wannweil
1960 beim Bezirksmusikfest in Gomaringen - 1. Rang/Oberstufe
1961 beim Bezirksmusikfest in Ergenzingen - 1. Rang/Oberstufe
1967 beim Kreismusikfest in Kohlberg/Marsch-Musik-Wettbewerb - 1. Rang
1968 beim Bezirksmusikfest in Kirchentellinsfurt - 1. Rang/Oberstufe
1973 beim Bezirksmusikfest in Mössingen - 1. Rang/Oberstufe
1987 Wertungsspiel in Metzingen/ Oberstufe + Stundenchor - 1. Rang + Belobigung
1996 Wertungsspiel in Derendingen - sehr-gut/gut in der Mittelstufe
2006 Böhmisch-mährisches Wertungsspiel in Derendingen - mit sehr gutem Erfolg/Kategorie 4 (schwer)
2010 beim Landesmusikfest in Metzingen Böhmisch-mährisches Wertungsspiel - mit gutem Erfolg/ Kategorie 4 (Oberstufe)


WISSENSWERTES AUS DER GESCHICHTE DES MUSIKVEREINS MITTELSTADT

Index:

 Gründung   1.Weltkrieg   1.Wiedergründung   2.Weltkrieg   2.Wiedergründung 
 Die 
 50er   60er   70er   80er   90er   2000er 
 Jahre 

Bildergalerie:

1938: Erntedankfest in Reicheneck
Damals waren die Musiker schon eine lustige Gesellschaft
1950: damals noch Jungmusiker, Edwin Lauxmann, Karl Müller, Erich Kurz, Karl Kimmerle
im Hintergrund: Fritz Schlotterbeck als kleiner Bub
1951: 40-jähriges Jubiläum des Musikvereins
Aufnahmeschein von 1953
Kreismusikfest 14./15.8.1954,
v. l. Willi Kurz, Alwin Kimmerle, Erich Kurz, Edwin Lauxmann
1956: Musikfest in Pliezhausen
1958: "Mittelstädter Oberkreiner", v.l. Erich Kurz, Peter Fihn, Richard Jetter, Edwin Lauxmann, Herbert Schubert
1961 8./9. Juli: 50-jähriges Jubiläum des Musikvereins
1961: 50-jähriges Jubiläum und Kinderfest
1962: 1. Mai - auf den "Masten" (Stangen) an der "Schwane"
1962 1. Mai: Gänsemarsch in die "Schwane"
1968 Jahresfeier: Nicht nur Musik spielen können's, sondern auch Theater
1979: Auftritt Jahresfeier
1979/80: Frauenkapelle Schwarz-Weiß
"Was ihr Männer könnt, können wir schon lange!"
01.04.1983: Beim Kanapeebüfett im Stuttgarter Schloss
1999: Ehrung 50 Jahre aktiv und Fördermedaille in Gold für Edwin Lauxmann

Vorwort

Dieser Bericht mag sich nun leicht lesen, wie sich damals alles so zugetragen hat, aber der Weg zu diesem Geschichtsrückblick war definitiv schwer und staubig. In diesem Fall konnten wir nicht einfach mal den Opa oder die Oma fragen und uns erzählen lassen! Im Gegenteil! Wir mußten selbst in den vielen "Leids-Ordnern" von damals kramen und die vielen vergilbten Dokumente - zum teil noch mit der altdeutschen Schrift - entziffern. Natürlich fand sich in allen Büchern und Schriften auch die eine oder andere Geschichte, die uns zum Schmunzeln gebracht hat. Aber dennoch sollte dieser Geschichtsrückblick in erster Linie den Herren der ersten Stunde gewidmet werden: Voller Respekt und Hochachtung der damals geleisteten Grundbausteine unserer Vereinsgeschichte.

Wir Schwaben zählen wohl seit jeher in deutschen Landen zu den musik- und sangesfreudigsten Menschen. Und gerade dabei nimmt die Pflege der Volksmusik einen bedeutenden Platz ein. Es war sicherlich ein langer und mühevoller Weg, den die Volksmusik - insbesondere natürlich auch die Blasmusik - von ihren Anfängen bis zu ihrem heutigen Stand in den Vereinen und Verbänden durchzumachen hatte. Bei dieser Gelegenheit lohnt es sich auf über 100 Jahre Vereinsgeschichte zurückzublicken. Denn was wäre eine Gemeinde ohne Musik?

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Gründung

Vor über 100 Jahre Jahren, von diesem Gedanken geleitet, fanden sich 12 rührige Idealisten zusammen, riefen am 10. November 1911 einen Musikverein ins Leben und setzten Friedrich Lutz als 1. Vorstand an die Spitze. Als Dirigent stellte sich Georg Gaiser aus Sondelfingen zur Verfügung, welcher auf Schotterwegen über Berg und Tal an den Neckar radelte, um den Mittelstädter "Musejüngern" die ersten Takte der Blasmusik beizubringen.
Sein wöchentliches Erscheinen wurde damals auf mindestens zweimal die Woche festgelegt, wofür er am Monatsende ganze RM 30,- erhielt.
Der Wunsch nach prickelnder Blasmusik auf dem Tanzboden machte damals das Umstimmen der Instrumente von C auf B erforderlich. Doch dafür reichte der damalige Monatsbeitrag von 20 Pfennig bei weitem nicht aus und so mußte Geld aufgenommen werden. Der damalige Löwenwirt Wilhelm Haug schrieb daraufhin RM 180,- an und der Darlehensverein steuerte RM 600,- zu 4,5% Zinsen bei. Peinlich genau wurde eine "Gebührentabelle" im Protokollbuch geführt, in welche bald Gagen eingetragen werden konnten, wenn der Verein auf einer Hochzeit oder zu anderen Festlichkeiten aufgespielt hatte. In dieser Aufbauphase zählte jeder Pfennig und so mußte einem säumigen Zahler sogar einmal mit einer Zwangseintreibung gedroht werden.

» Gründungsurkunde
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1. Weltkrieg

Die Anfangserfolge der Kapelle zeigten sich sehr vielversprechend, waren jedoch nur von kurzer Dauer. Während der Ausschuß bei einer Versammlung im Februar 1914 noch über eine einheitliche Kleidung beriet, bot der Beginn des ersten Weltkrieges 1914 - 1918 dieser erfreulichen Entwicklung ein entschiedenes HALT. Die Musiker wurden sofort und fast ohne Ausnahme zum Wehrdienst herangezogen. Der Krieg schlug dem Verein tiefe Wunden. Neben dem Gründungsmitglied Friedrich Lutz sind noch 4 weitere aktive Mitglieder gefallen.
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1. Wiedergründung

Weltanschaulich ernüchtert und dennoch mit ungebrochenem Tatendrang traf man sich nach dem Krieg wieder. Am 15. März 1919 gab es dann eine Neugründung des Musikvereins mit gerade mal RM 135,- in der Vereinskasse. Wilhelm Walker wurde zum ersten Vorstand gewählt, mußte aber sein Amt 1924 wegen Krankheit niederlegen. An seine Stelle trat Wilhelm Baumer, der sein Vorstandsamt bis 1939 pflichtgetreu erfüllte.
In diesen Jahren hat sich die Kapelle bei verschiedenen Wertungsspielen beteiligt, die unter der Stabführung von Albert Hipp aus Sondelfingen mit gutem Erfolg absolviert wurden. Auch er kam regelmäßig aus Sondelfingen an den Neckar geradelt, ließ sich aber auch gerne für RM 3,- chauffieren, was uns Rechnungsbelege bewiesen. Die goldenen 20-er Jahre bescherten dem Musikverein steigende Mitgliederzahlen, Sommerfeste, Weihnachtsfeiern und Jahresausflüge, welche der heute älteren Bevölkerung noch in guter Erinnerung geblieben sein dürften.
Aus dem Jahr 1927 existiert eine Rechnung der Firma Negele, was auf die Anfertigung einer einheitlichen Einkleidung schließen läßt.
Im Jahre 1930 umfaßt der Verein 80 Mitglieder und steuert auf sein 25-jähriges Bestehen zu. Im Jubiläumsjahr 1936 übergab Albert Hipp den Taktstock an Kapellmeister Robert Völter aus Metzingen.
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2. Weltkrieg

Doch am politischen Horizont ballten sich schon wieder dunkle Gewitterwolken zusammen, welche die aufstrebenden Tätigkeiten des Vereins erneut unterbrechen sollten.
Die Kapelle, die mit 22 Musikern damals auf beachtlicher Höhe stand, wurde durch Ausbruch des 2. Weltkrieges erneut auseinandergerissen.
Das Protokollbuch weist in dieser Zeit kaum Einträge auf und 1942 musiziert man nicht einmal mehr auf dem Papier.
Auch der 2. Weltkrieg hatte wieder tiefe Wunden geschlagen. Allein 9 aktive Musiker durften nicht mehr in die Heimat zurückkehren und zahlreiche der "Ausmarschierten" befanden sich noch in Gefangenschaft.
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2. Wiedergründung

Der Verein mußte am 23.Mai 1948 bei einer Versammlung zum dritten Mal gegründet werden. Als 1. Vorstand wurde einstimmig Karl Hörz bestimmt, der vorher schon 26 Jahre als Kassier außerordentlich gründliche Dienste für den Verein geleistet hatte - deutlich belegt durch die Kassenbücher, beginnend am Gründungstag, welche uns im gutem Zustand erhalten geblieben sind. Für das verbliebene Barvermögen von RM 800,- hätte man damals auf dem Schwarzmarkt bestenfalls noch 8 Packungen Zigaretten bekommen!
Wieder war es Robert Völter, der die Männer unter seine Fittiche nahm. Die Übungsstunden konnten nur unter den schwierigsten Verhältnissen stattfinden und viele Hürden waren zu überwinden, da die französische Militärverwaltung immer noch jede Ansammlung von Männern in uniformähnlicher Kleidung beargwöhnte. Mit zunächst 50 Mitgliedern wurde dennoch der 3. Neubeginn gewagt!
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Die 50er Jahre

Ein weiterer Meilenstein in der Vereinsgeschichte stellt das Jahr 1953 dar. Unter dem neuen Vorstand Adolf Knecht wird der donauschwäbische Erzmusikant Peter Fihn als musikalischer Leiter des Musikvereins verpflichtet und der Verein ist mit 26 Musikern stärker denn je.
Dank großer Anstrengungen und Initiativen konnte der Verein einen raschen Aufstieg verzeichnen und so kletterte die Statistik im Jahr 1954 erstmals auf über 100 beitragszahlende Mitglieder, 24 Ehrenmitglieder und 14 Zöglinge.
Jetzt zählt der Musikverein zu den wesentlichen Trägern des kulturellen Lebens innerhalb der Gemeinde. Schon damals pflegte der Verein nicht nur die Freundschaft und die Zusammenarbeit zu allen übrigen Vereinen des Ortes, sondern auch mit vielen anderen auswärtigen Bundesvereinen, ganz zum Wohle des Volksmusikgedankens.
Beweis dafür ist die Veranstaltung des 4. Kreismusikfestes in Mittelstadt. Mehr als 30 Kapellen aus der näheren Umgebung nahmen damals an den Wertungsspielen teil und machten dieses Fest zu einer wahren Demonstration für die Volksmusik. Von den ehemaligen Gründungsmitgliedern waren 1954 gerade mal noch Wilhelm Walker, Wilhelm Baumer und Karl Hörz im Verein tätig.

Eintragungen in den folgenden 10 Jahren der Vereinschronik berichten von zahlreichen Auftritten im In- und Ausland, wachsender Bekanntheit und Beliebtheit.

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Die 60er Jahre

Unter dem 1.Vorstand Willi Etter feierte der Verein sein 60-jähriges Bestehen. Zur Festeröffnung am Freitag spielte der Verein noch in gewohnter Montur. Kaum aber waren am Samstag Abend die neuen Uniformen vorgestellt, wurde das Festtreiben durch den Großbrand bei Gotthilf Haug unterbrochen. Die Löscharbeiten stahlen dem Fest für kurze Zeit die Schau, aber beide Großereignisse konnten unter "erfolgreich beendet" in der Chronik vermerkt werden.

Ab 1963 bringt der neue Vorstand Gottlob Kurz Gesang in den Verein und so fährt man im Dezember 1964 ins AEG Studio der Firma TELDEC nach München, um 4 Titel auf eine Langspielplatte aufzunehmen.

Dank einer ausgiebigen Mitgliederwerbung zählt der Verein 1965 zum ersten Mal mehr als 200 Mitglieder.

1969
Frischen Schwung und neue Uniformen bringt der neue Vorstand Edwin Lauxmann. Angebote und Entwürfe über eine komplett neue Uniform werden eingeholt, bevor man sich für das damalige Modell "Singen" entscheidet - Unsere heutigen roten Westen, blaue Jacken und schwarze Hosen.
Auch war es Edwin Lauxmann, der es 1971 in die Wege leitete, den Verein ins Vereinsregister eintragen zu lassen. So wurde am 9. Januar 1971 eine erste Satzung erstellt, deren Antrag zur Eintragung aber mehrfach abgelehnt wurde. Die Beanstandungen des Amtsgerichtes wurden behoben und am 8. Januar 1972 neu eingereicht. Dann konnte schließlich alles besiegelt werden.
Seit dem 8. Juni 1972 ist der Verein unter der Aktennummer 303 beim Amtsgericht Bad Urach als Musikverein Mittelstadt e.V. eingetragen.
In den 30 Jahren seit der Eintragung in das Vereinsregister lassen sich zwar keine großen geschichtlichen Ereignisse mehr vermerken, doch gab es unzählige Auftritte und Vereinsereignisse, von denen wir noch einmal die markantesten in Erinnerung rufen möchten.

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Die 70er Jahre

1973
Am 18. Mai gastiert der Musikverein Mittelstadt (im folgenden MVM)
im Schloß Grafenau/Dätzingen, um mit dem Tonstudio Jankowski die Hofbräu Erkennungsmelodie einzuspielen.
Vom 29.Juni - 1.Juli darf der Musikverein nach 1954 erneut das Kreismusikfest veranstalten. Verbunden mit dem Kinderfest ging die Veranstaltung damals laut Presse als "mächtige Demonstration der Volksmusik" in die Analen ein. (Im Vergleich: 1954 hieß es noch als "wahre Demonstration für die Volksmusik)

1977
Das 65 jähriges Bestehen der Kapelle wurde zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr gefeiert.

1978
Am 28. März um genau 6.04 Uhr am frühen Morgen war der MVM im Radio zu hören.

1979
Richard Murr übernimmt nach 10-jähriger Amtszeit den 1. Vorstand von Edwin Lauxmann.
Die "technische Ausrüstung" des MVM wird erweitert. Dazu zählen die Anschaffung unseres Verkaufsstandes für das Stadtfest, ein neuer Gasgrill, eine Kuchenvitrine und eine Erweiterung der Gesangsanlage.
Als besondere Einlage für unsere Jahresfeier wird eine Damenkapelle gegründet. Die Musikerfrauen in Schwarz/Weiß erfreuen sich großer Beliebtheit und erhalten einen 2-Jahres-Vertrag.

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Die 80er Jahre

1980
Der neue Festplatz wird mit dem Sommerfest des Musikvereins eingeweiht.

1981
Der MVM nimmt seine erste große LP und MC in den Tonstudios Bauer / Ludwigsburg auf. An drei Abenden werden vor allem Kompositionen von Peter Fihn eingespielt.

1983
Nach 30 Jahren möchte Peter Fihn den Taktstock niederlegen.
Der MVM verpflichtet Roland Stanger als seinen Nachfolger.

1984
Am 10. September beginnt der MVM eine Partnerschaft mit der Stadtmusik Aarau (Schweiz). Die musikalische Partnerschaft beginnt in den ersten zwei Jahren mit zahlreichen Austauschbesuchen. 1986 wird die Städtepartnerschaft zwischen Reutlingen und Aarau besiegelt.
» Stadtmusik Aarau

1985
Das Computerzeitalter hält Einzug beim MVM. Alle Mitgliederdaten sind ab sofort im PC erfaßt.

1986
Am 3./4. Mai und am 7./8. Juni werden in dem Tonstudio Bauer die Aufnahmen zur zweiten LP / MC gemacht. Hierfür mußte der MVM sogar seine aktiven Rekruten aus dem Wehrdienst "abkommandieren", was zum Glück genehmigt wurde.
Zum 75-jährigen Jubiläum werden 33 neue Uniformjacken bestellt, damit man an den Festtagen in frischem strahlendem Blau glänzen kann.

1987
Günter Lukat wird neuer Vorstand des Musikvereins.
Am 16. Juni nimmt der MVM beim Südfunk Blasmusikwettbewerb in Freudenstadt teil.

1988
Roland Stanger kündigt seinen Dirigentenvertrag auf den 31.12.88.
Andreas Vegh wird sein Nachfolger.

1989
Der 3. Juni wird dem MVM als Schwarzer Tag in Erinnerung bleiben. Beim Aufstiegsspiel des SSV Reutlingen gegen Haching stritten sich die Musiker nicht um den Ball, sondern konnten sich nicht einigen, das gleiche Stück zu spielen. Dies führte zum musikalischen Abpfiff durch den Dirigenten und zu einem seelischen Strafstoß, der bis heute unvergessen blieb!

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Die 90er Jahre

1990
Mit Musik ins neue Jahrzehnt:
Am 4. Februar wird der MVM bei Wilfried Haselberger's "Mit Pauken und Trompeten" vorgestellt.
Werner Tomschi aus Neckartenzlingen wird als neuer Dirigent engagiert.

1991
Das 80-jährige Bestehen des Musikvereins wird mit einem 3-tägigen Fest am Neckar gefeiert.

1992
Der Musikverein zählt nun 243 Mitglieder, 43 Ehrenmitglieder, 36 aktive Musiker/-innen und 23 Zöglinge.
Edwin Lauxmann übernimmt für 3 Jahre die Vorstandschaft.

1993
Bei der Jahresfeier werden die neuen Uniformen unserer Musikantinnen vorgestellt. In Anlehnung an die Mittelstädter Tracht wurde sie mit viel Eigeninitiative und vielen Arbeitsstunden angefertigt.

1995
Der MVM verliert seinen Kassier Kurt Rommel. Von 1963 bis 1995 verwaltete er Heller und Pfennig mit peinlicher Genauigkeit.
Hans-Jürgen Ehmke wird neuer Vorstand.

1996
Zur 10-jährigen Städtepartnerschaft mit Aarau reist der MVM in die Schweiz.
Versuche, auch die musikalische Partnerschaft wieder zu beleben, müssen leider scheitern.

1998
Ehrendirigent Peter Fihn stirbt im Alter von 90 Jahren. Der Musikverein verliert einen der bedeutendsten Männer seiner Vereinsgeschichte.
» siehe Hommage an Ehrendirigent Peter Fihn

1999
Der jüngste Nachwuchs des Musikvereins wird mit der erfolgreichen Gründung der "Music Youngsters" gefördert. Die Nachfrage nach musikalischer Früherziehung war riesengroß.

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Das neue Jahrtausend

2000
Um die Jugendausbildung zu komplettieren, wurde das "Flöten" in unser Ausbildungsprogramm mitaufgenommen. Wie bei den "Music Youngstern" schlug das "Flöten" ein wie eine Bombe.

2001
8. Juni: Unser Ehrenvorstand Gottlob Kurz (» siehe Ehemalige Vorstände) stirbt im Alter von 91 Jahren. Gespannt hatte er immer alle Vereinsaktivitäten und noch die Vorbereitungen zu unseren Feierlichkeiten verfolgt.
Sein Platz auf der Festzug - Ehrentribüne wird reserviert sein, aber leider leer bleiben.

Zwei Tage später stirbt ein weiteres verdientes Mitglied unseres Vereins. Albert Raff war in der Vorkriegszeit aktiver Musiker. Er wäre in den nächsten Jahren mit der Auszeichnung "70 Jahre passiv" geehrt worden.

Im Jahr 2001 feierte der MVM unter bewährter Leitung und Führung sein 90-jähriges Bestehen.

Vom 1 3.- 15.07.2001 wurde dies mit einem großen Zeltfest gefeiert. An 3 Tagen wurde Stimmung, Blasmusik vom Feinsten und Kulturelles geboten. Leider war uns Petrus nicht sonderlich gut gesinnt, denn es regnete wie aus "Kübeln". Freitags spielten die "Blaumeisen" und brachten das Zelt mit fetzigen Titeln aus Schlager, Pop und Rock zum Kochen. Samstags bot die Gruppe "Gloria" Blasmusik vom Feinsten. Wir konnten oft nur Staunen über solche Perfektion. Es wurden moderne Stücke bis hin zur tschechischen Blasmusik geboten. Nach 2 ereignisreichen Tagen war der Sonntag traditionell. Der Sonntagmorgen begann mit dem Festgottesdienst und anschließendem Frühschoppen. Höhepunkt des Tages war natürlich der Festzug durch Mittelstadt. Mit dem Heimatabend endeten die Festtage.
Als weiteren Höhepunkt im Jubiläumsjahr bildete unser Konzert. Vom Klarinetten- Solo "Le Petit Fleur" bis hin zu einem Arrangement für 2 Klarinetten und einer Tuba "Dufte Bienen-dicke Brummer", ein Posaunen-Solo "Matrimony" und noch vielen weiteren Stücken fanden bei dem Publikum großen Anklang.
Im Dezember konnten wir einen Spendenscheck im Rahmen einer kleinen Feier mit dem Reinerlös des Konzertes an das Mutter-Werner-Heim in Reutlingen übergeben. Neben unserem Geburtstag feierte der FC Mittelstadt sein 75-jähriges Bestehen. Wir waren natürlich gerne mit dabei.
Zur Einweihung seiner neuen Firmenhalle veranstaltete Michael Ehmke, unser Tubist, einen Tag der offenen Tür. Wir spielten am Sonntagnachmittag für die vielen Gäste. Die neue Sporthalle in Mittelstadt wurde mit einem Festakt eingeweiht. Außerdem spielte der Musikverein Mittelstadt beim Sieben-Keltern-Fest in Metzingen, beim Festzug des MV Sondelfingen, beim Kleintierzuchtverein und in Cleebronn.

2002
Zahlreiche Veranstaltungen im Ort werden vom Musikverein musikalisch begleitet: 125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Mittelstadt, Sporthallenfest, Seniorennachmittag...
Beim Tag der offenen Tür der Firma Kocher/Lutz übernimmt der MVM neben der musikalischen Unterhaltung auch das "Catering".
Der diesjährige Musikerausflug führte in den Schwarzwald.
Unser Tubist Thomas Müller hatte den Musikverein zum Richtfest seiner neuen Firmenhalle eingeladen. Zuerst wurde die Halle vom Zimmermann mit dem Richtspruch eingeweiht ehe dann der gemütliche Teil startete.
Bereits zum 2. Mal machten wir uns auf den Weg nach Aulendorf. Wir spielten im Schloßhof umgeben von den alten Gemäuern was wiederum eine gute Akustik ergab. Viele Gäste und unsere mitgereisten Fans lauschten unserer Musik.

2003
25.5.2003: Die neue "blaue Brücke" über den Neckar wird mit einem "Brückenfest" eingeweiht.
Im Jahrhundertsommer schwitzt auch der MVM bei den Veranstaltungen. U.a.: 175 Jahre MV Harmonie Unadingen, 100 Jahre MV Uhlbach, Neckarfest Rottenburg, Neckarfest Mittelstadt, Festzug in Metzingen, Kurkonzert Bad Urach.
Der Frühschoppen bei unseren Freunden vom Z 105 (unserem Kleintierzuchtverein) fällt dagegen komplett ins Wasser.
Der Ausflug der aktiven Musikerinnen und Musiker, führte uns dieses Jahr nach Dalaas (Vorarlberg). Zwei Tage lang genossen wir das wunderschöne Wetter und die herrliche Bergwelt.
Mit dem Motto "Peter und der Wolf" fand der erste Jugendworkshop statt. Zwei Tage lang wurde in der Festhalle gebastelt, ausprobiert und geprobt bis dann das Märchen aufgeführt werden konnte.

2004
Der MVM umrahmt die Feierstunde zur Wiederaufstellung des Kriegerdenkmals auf dem Friedhof.
"Wachablösung" auf dem Mittelstädter Rathaus. Brunhilde Schad wird musikalisch verabschiedet und Elmar Rebmann als neuer Bezirksbürgermeister mit Pauken und Trompeten ins Amt eingeführt. Der Musikverein folgte zahlreichen Einladungen und spielte in Neckartenzlingen, Hemmendorf, Reutlingen, Tischardt, Grafenberg, Ohmenhausen, Sondelfingen und bei den kirchlichen Tagen "Himmel und Erde".

2005
Dirigentenwechsel – im Mai 2005 übernimmt Bruno Seitz den Taktstock des MVM.
Während unsere Hasen und Hühner vom Z 105 endlich mal wieder Sonnenschein zum Frühschoppen bestellt haben, fällt unser Tag der Blasmusik dem Regen zum Opfer und muss in die Festhalle verlegt werden.
Musikalisch waren wir in diesem Jahr viel unterwegs: Musikfest des MV Cleebronn, Neckarfest in Mittelstadt, Kurkonzert in Bad Urach, Sommerfest in Weilheim/Teck und beim Weinfest in Sondelfingen. Beim Bräu-Oktoberfest der Hirschbrauerei in Böhringen wird der MVM für 5 Stunden Unterhaltungsmusik verpflichtet.

2006
Mit Bruno Seitz nimmt der MVM am 1 . Böhmisch-mährischen Wertungsspiel in Derendingen teil und erreicht in der Kategorie 4 (schwer) ein "mit sehr gutem Erfolg teilgenommen".
Bedingt durch die WM in Deutschland war auf dem Stadtfest in Reutlingen die Hölle los.
Bei schönstem Sonnenschein war der MVM zum Sommerfest des Weinguts Winkler in Brackenheim, um 3 Stunden Nachmittagsunterhaltung zu bieten.
Außerdem spielte der Musikverein in Neuhausen/Erms, Cleebronn, Gomaringen und Metzingen.

2007
Wir starten ins neue Vereinsjahr mit Günter Eberle als neuen Dirigenten.
Unser Bassist Thomas Müller feiert sein 10-jähriges Betriebsjubiläum. Nach der langen Maitour unterhalten wir die Gäste noch am Nachmittag.
Das 1 . Mittelstädter Radwegfest des MVM wird ein voller Erfolg und "schreit" nach Wiederholung.
Ab sofort und bis heute sind wir vom Weingut Winkler in Brackenheim für die musikalische Ganztages-Unterhaltung über 6 Stunden "gebucht".
Das Seniorenzentrum Mittelstadt wir mit einem Dorffest rundherum eröffnet, der MVM ist für die Musik zuständig.
Ebenso beim Seniorennachmittag, den Kirchentagen in der Festhalle und beim Frühschoppen zu 130 Jahren FFW Mittelstadt

2008
Sensations-Kanonen-Maischerz auf dem Mittelstädter Kreisverkehr, die Idee und Durchführung kommt aus den Reihen der Bassisten.
Trotz EM finden rund 90.000 Menschen den Weg zum Reutlinger Stadtfest und sorgen für guten Umsatz am MVM-Stand. Ungern wird Elmar Rebmann als Bürgermeister nach Bad Urach verabschiedet, aber dafür mit einem zünftigen "Gruß aus Mittelstadt".
» Der Förderverein des Musikvereins Mittelstadt wird gegründet.
Was früher Jugend Art der Stadt Reutlingen, ist heute der Jugend-Treff der Blasmusik. In diesem Jahr ist Mittelstadt der Veranstalter. Die Jugendkapellen aus Ohmenhausen, Sondelfingen und natürlich auch aus Mittelstadt hatten fetzige Programme einstudiert, mit denen sie ihr Publikum begeisterten. Beim Finale standen alle Kapellen gemeinsam auf der Bühne.

2009
Thorsten Feisthammel aus Metzingen ist der neue Dirigent des MVM.
Zum Großereignis 225 Jahre Stadtkapelle Überlingen ist der MVM zum Platzkonzert geladen – ein wahres Musikantenspektakel am Bodensee. Bassist Michael Ehmke feiert sein "Schwabenalter" auf der Berliner Hütte in den Zillertaler Alpen. Der MVM schleppt sogar die Instrumente hoch hinauf.
Nach langer Bauzeit wird die Mittelstädter umgestaltete Ortsmitte "eröffnet" – natürlich mit Musik vom MVM.
An einigen Sommerabenden ist der MVM zu hören – bei Marschproben im Industriegebiet – damit bei den Festzügen am Schwörtag in Reutlingen, beim Heimatfest Metzingen und beim Festzug zu den Heimattagen 2009 in Reutlingen alle ordentlich marschieren können.

2010
Ein Mega-Ereignis: Landesmusikfest in Metzingen. Der MVM nimmt am böhmisch- mährischen Wertungsspiel teil. 1 Punkt trennte uns von der Note 1. Der Massenchor war überwältigend und der Festzug schier endlos.
Ein weiterer Höhepunkt stand im Terminkalender: die MVM – Jugendkapelle erreicht beim Jugendwertungsspiel in Ofterdingen ein "Hervorragend". Wir sind stolz auf unseren Nachwuchs!
Musikalisch waren wir im Einsatz bei der Feuerwehr Mittelstadt, beim Stadtfest in Reutlingen, beim Bierfest in Betzingen, beim Weingut Winkler, bei der Sichelhenke in Reicheneck und beim Zwetschgenfest in Neidlingen.

2011
Das Jahr 2011 stand ganz im Zeichen des 100 jährigen Jubiläums. Der Verein feierte von 15.-17.07. 3 Tage lang sein Jubiläum. Dan Anfang machte im Zelt an der Sporthalle die "Neckartaler - Blasmusik & mehr". Am Samstag spielte die Spitzenkapelle "Allgäu 6" und der Sonntag war mit Blasmusik gespickt. Verschiedene Musikvereine spielten in Zelt auf. Es war ein tolles Fest...


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» Chronik

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